ISARIA kauft erstmals seit zweieinhalb Jahren hinzu

ISARIA Wohnbau profitiert auch im ersten Halbjahr 2014 von dem vor Jahren angeschobenen Großprojekt Nido in Karlsfeld und der hohen Nachfrage nach Wohneigentum im Raum München. Zudem meldet der börsennotierte Entwickler Zukäufe und den Ausstieg des zu einer Haftstrafe verurteilten Gründers Josef Kastenber-ger als Anteilseigner.

Im ersten Halbjahr 2014 erwirtschaftete die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 58 Mio. Euro nach 6,1 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Fürs Gesamtjahr und für 2015 peilt sie jeweils 100 Mio. Euro Umsatz nach 37,7 Mio. Euro im vergangenen Jahr an. Optimistisch stimmt den Vorstand mit Michael Haupt an der Spitze, dass 60% des geplanten Umsatzes für 2015 Ende Juni 2014 notariell beurkundet waren. Das Finanzergebnis betrug in den ersten sechs Monaten -5,9 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es -4,6 Mio. Euro. Begründet wird das größere Minus mit einem höheren Projektvolumen und damit höheren zinstragenden Verbindlichkeiten. Am Ende stand ein Gewinn von 0,9 Mio. Euro nach -1,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalquote konnte von 6% auf 6,7% erhöht werden.

Neue Projekte in Hamburg und München

Nach zweieinhalb Jahren hat die einst unter dem Gründer Josef Kastenberger (damals: JK Wohnbau) finanziell arg in Schieflage geratene Gesellschaft Haupt zufolge nun erstmals wieder neu akquiriert: Über die als Teilkonzern integrierte One Group hat sie das Bürohaus am Kapstadtring 1 in Hamburg, das einst im Portfolio des DCM Renditefonds 12 war, sowie ein Bürohaus in München erworben. Die beiden Immobilien sollen in Wohnimmobilien umgemodelt werden und Umsatzerlöse von insgesamt etwa 80 Mio. Euro bringen. Die Entwicklung des Hamburger Gebäudes soll über einen von One Group aufgelegten Fonds erfolgen, die der Münchner Immobilie per Fondsgeld, Eigenmittel und eine Bankfinanzierung, erklärt Haupt. Kastenberger, der im Herbst vergangenen Jahres vom Oberlandesgericht München wegen Untreue und Betrug zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, hat im Mai seinen Aktienanteil von zuletzt 22% verkauft. Damit seien Forderungen des Unternehmens gegen Kastenberger ausgeglichen. Es bestehe keine wirtschaftliche Beziehung mehr zu ihm, heißt es.

In der Vogelweidestraße in München hat Isaria ein ehemaliges Bürogebäude zu einer Wohnimmobilie umgemodelt (Bild). Weitere Projekte dieser Art sollen in München und Hamburg folgen.